Pressetext 6

YOGA UND DAS LICHT DER SEELE (2)
Artikel aus Freenet.de Expertenseite "Yoga"


Fensterputzen für Fortgeschrittene und Neugierige

Erinnern wir uns noch einmal:
In den yogischen Traditionen besteht der Mensch aus verschiedenen Körpern, auch Hüllen genannt. Ich möchte hier noch einmal auf das einfache System von 5 Hüllen zurückkommen:

- Physischer Körper - all das was Knochen, Muskeln, Organe ausmacht
- Pranakörper - die Energieleitbahnen, Nadis oder auch im chinesischen System Meridiane genannt, Atem etc.
- Emotionskörper - all das, was man spüren kann: Wärme, Kälte, Wut, Freude
- Geistkörper - der Bereich, in dem man Entscheidungen trifft
- Seelenkörper - die Hülle, in der man Glückseligkeit und Einssein mit der Seele erlebt.

Stellen Sie sich vor, eine Kerze steht im Zentrum eines Raumes. Um diese Kerze herum gibt es 4 Kreise aus Glasscheiben. Die Kreise sind von verschiedener Größe. Jeder Glaskreis repräsentiert die Grenze zwischen zwei Körpern. Die Kerze ist der Seelenkörper. Der kleinste Glaskreis um die Kerze ist der Geistkörper, und so weiter, bis die größte Glasscheibe den äußersten Kreis und damit den physischen Körper darstellt.

Durch die Belastungen des Lebens gibt es Verunreinigungen auf den einzelnen Hüllen, das Licht der Seele kann nicht mehr nach Außen dringen. Je nach Belastung und Lebensgeschichte haben sich die Verunreinigungen auf der einen oder anderen Hülle vermehrt abgesetzt. So kann es Hüllen geben, die durchlässiger sind als andere. Und doch sind alle Hüllen voneinander abhängig. Ist eine verschmutzt, leidet das ganze System des Menschen darunter.

Eine gute Yogaübung hat die Fähigkeit, verschiedene Hüllen auf einmal anzuregen oder zu reinigen. Reinigen hat sehr viel mit der Fähigkeit des Loslassens zu tun. Nehmen wir als Beispiel die ‚Stehende Zange' aus dem Hatha Yoga. In dieser Asana stehen Sie mit gestreckten Beinen, die Füße eng zusammen und lassen den Oberkörper einfach, so weit es gerade noch angenehm möglich ist, nach vorne Richtung Boden sinken.(Bitte nur ausprobieren wenn Sie ganz gesund sind.)

Mit der Hülle des physischen Körpers befinden Sie sich nun in einer Asana (ruhige, feste Körperstellung) und innerhalb dieser Hülle haben Sie die Möglichkeit, die kleinen und großen Muskeln des Körpers loszulassen, zum Beispiel Kiefer, Schläfen, Mund etc..
Auf der Prana-Ebene können Sie über den Atem (Prana) ebenfalls loslassen, indem Sie ganz einfach die Luft mit dem Ausatmen immer wieder loslassen, um Platz für neue, regenerierende Prana-Energie zu schaffen.
Auf der Spürebene werden Sie Empfindungen wahrnehmen. Die Dehnung der Muskeln, die emotionale Empfindung von ‚ich fühle mich wohl oder unwohl' und so weiter. Diese Empfindungen können Sie ebenfalls loslassen, und mit jedem Ausatmen so neuen Platz für neue, veränderte Empfindungen schaffen.
Auf der Mentalebene werden Sie Gedanken, Bilder, vielleicht auch Erinnerungen wahrnehmen. Auch diese Wahrnehmungen können Sie immer wieder mit dem Ausatmen loslassen und so durchlässiger werden.
Auf der Seelenebene können Sie vielleicht das Einssein, ganz sein, in Harmonie mit dem Universum sein erleben. Auch hier gilt es leider loszulassen, sonst ist es ganz schnell vorbei mit dem Einssein.

Durch das Trainieren des Loslassens beginnen Sie die verschiedenen Ebenen oder Hüllen des Seins zu reinigen und durchlässiger werden zu lassen. So kann eine einfache Körperhaltung, kombiniert mit der richtigen geistigen, inneren Arbeit, alle yogischen Körper, alle Ebenen des Seins erreichen. Welche Yogarichtung für welche Körperhülle am wirkungsvollsten ist, erfahren Sie im nächsten Artikel, oder unter www.yogaberatung.de.

 
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